Auftragsbedingungen

  • Dolmetschaufträge sind schriftlich zu erteilen.
  • Es wird empfohlen, sich im Vorfeld der Veranstaltung mit dem Dolmetscher zu beraten und zu überprüfen, ob die gewünschte Dolmetschart für das Thema und den Rahmen der Veranstaltung geeignet ist.
  • Beim Simultandolmetschen sind pro Kabine zwei Dolmetscher an maximal sieben Stunden pro Tag vorzusehen. Bei Veranstaltungen, die über diesen Zeitrahmen hinausgehen, ist ein dritter Dolmetscher zu beauftragen, um angemessene Arbeitspausen zu ermöglichen. In bestimmten, vorher jedoch genau zu analysierenden Situationen ist es möglich, nur einen Dolmetscher einzusetzen, sofern die Dauer der Dolmetschtätigkeit eine Stunde nicht überschreitet. Das Honorar für eine professionelle Dolmetschleistung wird in Tagessätzen abgerechnet, eine stunden- oder halbtageweise Abrechnung ist nicht möglich.
  • Bei einer Simultanverdolmetschung ist der Saal mit einer Dolmetschkabine pro Sprache auszustatten. Die Kabinen müssen bei Festanlagen der Norm ISO 2603 und bei mobilen Anlagen der Norm ISO 4043 entsprechen. Soweit möglich sind sie in dem Saal aufzustellen, in dem die Veranstaltung stattfindet, und zwar an einer Stelle, von der aus die Dolmetscher freie Sicht auf den Redner haben. Die Tontechnik muss einwandfrei funktionieren.
  • Werden Präsentationen eingesetzt, muss der Schirm von den Kabinen aus gut einzusehen sein und den Dolmetschern ist im Vorwege ein Ausdruck der Präsentationen zu übergeben. Videos werden nur dann verdolmetscht, wenn den Dolmetschern zuvor Gelegenheit gegeben wurde, die Videos anzuschauen.
  • Dolmetscherteams sind mit Blick auf eine hohe Qualität der Sprachdienstleistung so zu organisieren, dass eine Verdolmetschung in eine erste und anschließend in eine weitere Sprache (Relaisverdolmetschung) weitestgehend vermieden wird.
  • Wird eine Aufzeichnung der Verdolmetschung gewünscht, ist zunächst die Zustimmung der Dolmetscher einzuholen; ferner sind die internationalen Urheberrechtsbestimmungen einzuhalten. Im Falle der Zustimmung behält der Dolmetscher sich das Recht vor, eine Anpassung des vereinbarten Leistungshonorars zu fordern.
  • Für das Konsekutiv- und das Flüsterdolmetschen ist eine optimale Akustik eine unabdingbare Voraussetzung. Ein Arbeitstag umfasst sieben Stunden und erfordert zwei Dolmetscher pro Sprache. Geht die Dauer der Veranstaltung über diesen Zeitrahmen hinaus, ist ein dritter Dolmetscher zu beauftragen, um angemessene Arbeitspausen zu ermöglichen. Die Technik des Flüsterdolmetschens ist ausschließlich für Situationen mit maximal zwei Zuhörern geeignet. Der Arbeitstag ist nicht teilbar.
  • Für jeden Auftrag an einem anderen als seinem üblichen Arbeitsort werden alle Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten des Dolmetschers vom Kunden getragen.
  • Wird ein bestätigter Auftrag binnen zehn Tagen vor Beginn der Veranstaltung annulliert, ist dem Dolmetscher das vereinbarte Honorar in voller Höhe zu zahlen.
  • Der Dolmetscher unterliegt dem Berufsgeheimnis. Er verpflichtet sich zur größtmöglichen Verschwiegenheit hinsichtlich aller nicht offiziellen Informationen, von denen er im Verlauf nicht öffentlicher Treffen oder in Ausübung seiner Tätigkeit Kenntnis erlangt.